ZenWeg

Zen-Meditation am Niederrhein

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Herzlich willkommen!

Der Zenkreis möchte allen Interessenten - unabhängig von Glauben und Konfession - Gelegenheit bieten,  den ZenWeg kennenzulernen. Der nächste Meditationsabend findet am Sonntag, 12. September 2010, um 20 Uhr, in der Yoga-Oase Geldern statt. Wegbeschreibung: Wenn Sie auf der Weseler Straße (B 58) Richtung Geldern fahren, biegen Sie nach der 1. Ampel rechts in die Fürstenberger Straße ein und danach sofort links in „Am Geesthof” zur Nr. 4. Die Teilnahme ist und bleibt vollkommen unverbindlich. Bitte melden Sie sich beim ersten Besuch vorher zu einer kurzen Einweisung an: Telefon 02831-97 66 260. Weitere Informationen finden Sie rechts unter  > 01 - Zenkreis, > 02 - Was ist Zen? > 03 - ZenMeditation, und > 04 - Termine.

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Im Fokus

Der folgende Text wurde beim letzten Meditationsabend zur Einstimmung vorgetragen. Alle bisherigen Kurzvorträge sind rechts unter > Archiv veröffentlicht.
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JENSEITS DES DENKENS

Seit rund tausend Jahren werden Koans im Zen systematisch als Mittel der Schulung eingesetzt. Diese Zen-spezifischen, paradoxen Sinnsprüche oder Dialoge sind keine Rätsel, da sie nicht mit dem Verstand zu lösen sind; zu ihrer Lösung bedarf es eines Sprunges auf eine andere Ebene des Begreifens. Koans machen dem Zen-Schüler die Grenzen des Denkens deutlich und zwingen ihn schließlich, sie in einem intuitiven Sprung zu transzendieren, durch den er sich in der Welt jenseits aller logischen Widersprüche und dualistischen Denkweisen wiederfindet. Aus dieser Erfahrung heraus kann der Schüler dem Meister im Dokusan (Einzelgespräch) seine eigene Lösung des Koan spontan und ohne Rückgriff auf Hörensagen demonstrieren.

Alle Koans sind Barrieren, aufgerichtet von den Buddhas und Patriarchen der Vergangenheit. Gewöhnlichen Menschen ist es unmöglich, sie zu überwinden. Um durch diese Barrieren hindurchzukommen, müßt ihr eure eigene Wesensnatur, euer wahres Selbst verwirklichen. Das nennt man Selbst-Verwirklichung oder Erleuchtung, Kensho oder Satori im Japanischen. Augenblicklich, wie Luftspiegelungen, werden diese Barrieren verschwinden, wenn ihr einmal zu wahrer Erleuchtung gelangt, und euch wird aufgehen, daß ihr von allem Anfang an in einer Welt ohne Innen und Außen gelebt habt.

Es soll insgesamt etwa 1.700 Koans geben, von denen die heutigen jap. Zen-Meister jedoch nur 500 bis 600 verwenden. Zu den fundamentalsten Koan-Sammlungen der Zen-Literatur gehört der „Mumonkan” aus dem ich heute das 7. Koan vorstelle

Joshus „Wasche deine Schalen”

Ein Mönch sagte zu Zen-Meister Joshu in allem Ernst: »Gerade bin ich erst in dieses Kloster eingetreten. Ich ersuche Euch, Meister, gebt mir bitte Unterweisung« Joshu fragte: »Hast du schon deinen Reisbrei gegessen? » Der Mönch antwortete: »Ja, das habe ich.« Joshu sagte: »Dann wasche deine Essschalen.« Da erlangte der Mönch eine gewisse Erleuchtung.

In der folgenden Unterweisung, einem „Teisho”, hat Zen-Meister Kuon Yamada seinen Schülern bei einem Sesshin, einer mehrtägigen Zen-Seminar, die Hintergründe zu diesem Koan erläutert:

Das Koan sollte von zwei Blickwinkeln aus betrachtet werden. Der erste betrifft den praktischen Verlauf des Zen-Übens mit dem Ziel, Erleuchtung zu erfahren. Der zweite betrifft die Wesensnatur des Selbst, des Seins bzw. der Buddhanatur. Vom ersten Blickwinkel her: Was meint Joshu mit der Frage: »Hast du schon deinen Reisbrei gegessen«? Zen-Meister lieben keine abstrakten Worte und Konzepte wie Buddhanatur, Erleuchtung, Nirvana usw. Diese Ausdrücke sind nur Lehrmittel zur Erklärung. Als solche berühren sie nicht wirklich das Faktum; noch weniger können sie es einfangen. Darum ist der mündliche Austausch im Zen immer konkret. In begrifflicher Form würde Joshus Frage lauten: »Hast du schon einmal Kensho (Erleuchtungserfahrung) zu schmecken bekommen?«

Die Antwort des Mönchs »Ja, ich habe« bedeutet: »Ja, ich bin schon erleuchtet.« Joshu erwidert: »Dann wasche deine Schalen!« Nun, was bedeutet dies?

Den kompletten Vortragstext finden Sie rechts unter > Archiv im aktuellen Monat.

Nachlese

Folgende Themen wurden in letzter Zeit vorgetragen und ebenfalls im > Archiv veröffentlicht.

WER GLAUBT, WIRD SELIG? . . . August 2010

DIE WAHRHEIT IST EINFACH . . . August 2010

WER BIN ICH? . . . Juli 2010

SCHLUSS MIT ZIRKUS . . . Juli 2010

ERLEUCHTUNG ZERSTÖRT ALLE ILLUSIONEN . . .  Juni 2010

EINHEIT ZWISCHEN EGO UND KOSMOS . . . Juni 2010

DIE BEFREIUNG DER SPIRITUELLEN ENERGIE . . . Juni 2010

SPIRITUELLE ACHTERBAHN . . . Mai 2010

STOLPERSTEINE AUF DEM SPIRITUELLEN PFAD . . . April 2010

REISE EINES ZEN-MEISTERS . . . März 2010

WUNSCHLOS GLÜCKLICH WERDEN . . . März 2010

DIE ANDERE WIRKLICHKEIT . . . Februar 2010

OM - DER KLANG DES UNIVERSUMS . . . Februar 2010

KULTUR DER ACHTSAMKEIT . . . Januar 2010

DIE KUNST DES ACHTSAMEN LEBENS . . . Dezember 2009

WIRKUNGEN DER ZEN-MEDITATION . . . November 2009

DER KREIS SCHLIESST SICH . . . November 2009

ALLES IN ALLEM . . . Oktober 2009

ALLES UND NICHTS . . . Oktober 2009

DIE WILDEN ZEITEN SIND VORBEI . . . September 2009

DIE ZEHN OCHSENBILDER . . . August 2009

DIE PÄDAGOGIK DES ZEN-MEISTERS . . . August 2009

DER PUNKT DER STILLE . . . Juli 2009