ZenWeg

Archiv Mai, 2008

GLOSSAR

Bodhisattva________Ein Mensch, der gelobt hat, Erleuchtung und Verwirklichung zu erlangen, aber nicht                                       eher ins Nirvana eingehen will, bis alle Wesen erlöst sind.

Djicha___________Teegeber

Dojo____________siehe Zendo

Dokusan_________ vertrauliches Gespräch zwischen Zen-Meister (Roshi) und Schüler/-in, in dem Fragen                                     zur Übung (Koan-Arbeit) und Lehre behandelt werden

Gassho__________Aneinanderlegen beider Handflächen vor der Brust

Gassho Teto______Verbeugung mit Gassho

lnji______________Assistent des Roshi/Sensei

Inkin____________Handglocke

Jikijitsu__________Leiter der Zendo

Jokei____________Leiter der Rezitation

Kai Han__________Schlagen des Holzbrettes (Stundenschlag)

Kaijo____________Aufstehen

Kansho__________Standglocke

Kensho __________bedeutet „Wesensschau“. Obwohl Kensho semantisch ein Synonym zu Satori (s.u.) ist,                                 wird es meist für eine erste, noch zu vertiefende Erleuchtungserfahrung verwendet.

Kinhin___________Meditation im Gehen; Gehpause zwischen den Sitzrunden

Koan____________Zumeist paradoxer Sinnspruch, den der Zenmeister dem/der Schüler/in zur Lösung
_________________aufgibt, um ihm/ihr zu helfen, das dualistische Denken zu überwinden.

Kyukei___________Pause

Mokuhan_________Schlagbrett

Mokugyo_________hölzerner Fisch (liturgisches Instrument)

Prajna___________Die Weisheit des unmittelbaren nicht-dualistischen Gewahrseins

Rohatsu_________Meditation im Gedenken an den Tag, an dem Sha-kyamuni
________________die Buddhaschaft erfuhr (strenges 8-Tage-Sesshin 1.-8.12.)

Roshi____________Ehrentitel für den Zen-Meister

Saiza____________Mittagessen

Samadhi_________Ein Zustand nicht-gegenständlicher Konzentration, in dem die Trennung
________________von Bewusstsein und Objekt aufgehoben ist.

Sampai__________drei Niederwerfungen

Samu____________körperliche Arbeit in Haus und Garten

Sangha__________Gemeinschaft der Übenden

Sarei____________Tee-Zeremonie

Satori___________steht für die große Erleuchtungserfahrung, wie sie ein Buddha oder die Zen-Patriarchen                                 erfahren haben. Es ist die eigentliche Erfahrung im Zen – die Erfahrung der Leere.

Seiza____________Fersensitz, Kniesitz

Sensei___________Lehrer

Sesshin__________Meditationstage/-woche (strenge Zen-Übung)

Shasshu_________Handhaltung beim Kinhin: mit der rechten Hand den linken Daumen umfassen     ________________und mit den Fingern der Linken den rechte Handrücken bedecken

Shihatsu_________fünf Essschälchen

Shikan(-taza)_____Die Meditation ohne Objekt, „Nur-Sitzen“, auch „Sitzen in gesammelter
________________Aufmerksamkeit mit wachem Geist, der an nichts festgemacht wird“.

Shukusa_________Frühstück

Stupa___________Ein Bauwerk mit kugelförmiger Basis (nur die obere Hälfte überirdisch),               ________________in dem eine Reliquie des Buddha (oder anderer Heiligen) liegt, über dem      ________________sphärischen Teil erhebt sich zentralsymmetrisch ein Kubus mit weiteren Aufbauten.

Sutra____________Ursprünglich die aufgezeichneten Lehrreden des Buddha, im Mahayana
________________später auch andere anerkannte Lehrtexte.

Taiwa___________persönliches Gespräch mit dem Lehrer über die Meditationspraxis und Lebensführung.

Taku____________Schlagholz

Teisho___________Lehrvortrag des Zen-Meisters

Trikaya__________die drei Buddha-Körper (Dharmakaya, Sambhogakaya, Nirmanakaya)

Yaza____________Zazen die Nacht hindurch

Zabuton_________Sitzunterlagen

Zafu____________Sitzkissen

Zagu____________Sitzmatte

Zazen___________stilles Sitzen

Zendo___________Ort der Übung des Zazen; Meditationshalle



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  • REZITATION

     

    Die Lehre Buddhas wurde ursprünglich nur mündlich in Versform weitergegeben. Das Herz-Sutra gehört zu den bekanntesten Textüberlieferungen des Buddhismus und wird deshalb stets zu Beginn unserer Meditationsabende rezitiert. Die deutsche Übersetzung finden Sie im Anschluss an den alt-japanischen Text.

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    HERZ-SUTRA

    MAKA HANNYA HARAMITA SHINGYO

    KAN Jl ZAI BO SAT GYO JIN HAN

    NYA HA RA MI TA Jl SHO KEN GO ON

    KAI KU DO IS SAI KU YAKU SHARl SHI

    SHIKI FU l KU KU FU l SHIKI SHIKI

    SOKU ZE KU KU SOKU ZE SHIKI JU SO

    GYO SHIKI YAKU BU NYO ZE SHA Rl

    SHI ZE SHO HO KU SO FU SHO FU

    METSU FU KU FU JO FU ZO FU GEN

    ZE KO KU CHU MU SHIKI MU JU SO

    GYO SHIKI MU GEN Nl Bl ZE SHIN Nl

    MU SHIKI SHO KO MI SOKU HO MU

    GEN KAI NAI SHI MU l SHIKI KAI MU

    MU MYO YAKU MU MU MYO JIN NAI

    SHI MU RO SHI YAKU MU RO SHI JIN

    MU KU SHU METSU DO MU CHI YAKU

    MU TOKU I MU SHO TO KO

    BO DAI SAT TA E HAN NYA HA RA

    MI TA KO SHIN MU KEI GE MU KEI

    GE KO MU U KU FU ON Rl IS SAI

    TEN DO MU SO KU GYO NE HAN

    SAN ZE SHO BUTSU E HAN NYA

    HA RA MI TA KO TOKU A NOKU

    TA RA SAN MYAKU SAN BO DAI

    KO CHI HAN NYA HA RA MI TA ZE

    DAI JIN SHU ZE DAI MYO SHU ZE MU

    JO SHU ZE MU TO DO SHU NO JO IS

    SAI KU SHIN JITSU FU KO KO SETSU

    HAN NYA HA RA MI TA SHU

    SOKU SETSU SHU WATSU GYA TEI

    GYA TEI HA RA GYA TEI HA RA SO

    GYA TEI BO Jl SOWA KA

    HAN NYA SHIN GYO

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    DAS HERZ DER VOLLKOMMENEN WEISHEIT

    Der heilige Bodhisattva Avalokitesvara, in tiefste Weisheit

    versenkt, erkennt, dass die fünf Skandas, die fünf Bereiche

    des Anhaftens, nämlich Körper, Gefühl, Wahrnehmung,

    Willensregung und Bewusstsein, an sich leer sind. Alle

    Bitterkeit und alles Leiden tilgt er, wenn er zum ehrwürdigen

    Shariputra spricht:

    Form ist Leerheit, Leerheit ist Form. Leerheit ist nicht

    verschieden von Form, noch ist Form verschieden von

    Leerheit. Alle Dinge in der Welt sind leer, so auch Gefühl,

    Wahrnehmung, Willensregungen und Bewusstsein. Alle

    Dinge sind wie die Leerheit, frei von Entstehen und

    Vergehen, sie sind weder rein noch unrein, weder vollkommen

    noch unvollkommen.

    In der Leerheit gibt es keinen Körper, kein Gefühl und

    keine Wahrnehmung, keine Willensregung und kein

    Bewusstsein; da gibt es weder Augen, noch Ohren, weder

    Nase noch Zunge, weder Leib noch Geist, weder

    Sinnesobjekte noch Vorstellungen; da gibt es weder den

    Bereich der Sinne; noch den Bereich der Sinnesobjekte,

    noch den Bereich des Bewusstseins.

    In der Leerheit gibt es weder geistige Blindheit, noch

    Auflösung der geistigen Blindheit; es gibt weder Altern,

    noch Sterben, noch Aufhebung des Alterns und Sterbens.

    In der Leerheit gibt es kein Erkennen, kein Verwirklichen,

    kein Leiden, kein Entstehen des Leidens, kein Ende des

    Leidens und keinen Weg, der zum Ende des Leidens führt.

    Nach dieser Weisheit, dass es nichts zu verwirklichen gibt,

    streben die Suchenden. Darum ist kein Schleier vor ihrem

    Herzen und keine Angst. Befreit von allen Verwirrungen

    und allen Trübungen des Geistes, frei von allen Vorstellungen

    wird endlich Nirvana erreicht.

    Die Erleuchteten aller Zeiten, der Vergangenheit,

    Gegenwart und Zukunft, folgen diesem Weg der vollkommenen

    Weisheit, auf dem sie die große Befreiung erlangen.

    Lasst auch uns diese tiefste Wahrheit erfahren!

    Das ist das große Wort, das große Mantra, das Wort an

    Tiefe ohnegleichen, das alle Leiden stillt, die Wahrheit, in

    der es nichts Falsches mehr gibt; das Wort, das letzte

    Weisheit offenbart:

    GATE, GATE, PARAGATE, PARASAMGATE! BODHI SVAHA!

     

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    SCHLUSSREZITATION

    SHI GU SEI GAN MON

    SHU JO MU HEN SEI GAN DO

    BON NO MU JIN SEI GAN DAN

    HO MON MU RYO SEI GAN GAKU

    BUTSU DO MU JO SEI GAN JO

     

    Der Wesen sind unendlich viele

    Wir geloben, sie alle zu retten.

    Zerstörender Irrtum ist unerschöpflich.

    Wir geloben, ihn zu überwinden.

    Die Lehre der Wahrheit ist unermessbar.

    Wir geloben, sie zu verwirklichen.

    Buddhas Wahrheit ist unvergleichlich.

    Wir geloben, sie zu vollenden.


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