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Unser Übungsraum

Seit dem Frühjahr 2008 befindet sich unser Übungsraum (Zendo) in der  Yoga-Oase. (Wegbeschreibung: Wenn Sie auf der Weseler Straße (B 58) Richtung Geldern fahren, biegen Sie nach der 1. Ampel rechts in die Fürstenberger Straße ein und danach sofort links in „Am Geesthof” zur Nr. 4.) Hier können wir in einer angenehmen und ruhigen Atmosphäre Zazen praktizieren und je nach Bedarf alle Einrichtungen nutzen - bis hin zur komplett ausgestatteten Küche. Sitzkissen und Matten sind ebenfalls vorhanden. Von den Teilnehmern wird - als Beteiligung an den Mietkosten für den Übungsraum - ein Beitrag von etwa 3,- Euro erbeten.

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AnfängerInnen sind stets willkommen

Ungeübte erlernen zunächst einmal das “richtige Sitzen”, die äußeren Voraussetzungen für Zazen. In aller Stille, regungslos, aufrecht und wach sitzen wir möglichst mit übergeschlagenen Beinen auf einem Meditationskissen. Wir üben die feinfühlige Balance zwischen Anspannung und Entspannung, in der unser Körper ruhen und unsere Atmung ihren natürlichen Rhythmus annehmen kann.

Dann lernen wir Hilfsmittel kennen, die den Geist zur Ruhe bringen. Die Fähigkeiten der Konzentration und Fokussierung werden schrittweise geschärft und wir wachsen in unserem Vermögen, mit Klarheit und Aufmerksamkeit in Zazen zu sitzen. Indem wir das diskursive Denken beenden, kommt allmählich auch das zum Vorschein, was sich bisher unbesehen an der “Rückseite” des Geistes abgespielt hat. Den geistigen Blick für das Unbewusste zu öffnen, ist  zweifellos ein großer Gewinn für uns selbst und für den Dienst an unseren Mitmenschen.

Die japanische Form der Zen-Übung, die wir praktizieren, ist von Ritualen und Formen geprägt. Sie erfordert daher ein gewisses Maß an Disziplin, und eignet sich nur für Menschen, die bereit sind, an sich zu arbeiten. Vorkenntnisse sind zwar nicht erforderlich, aber Sie sollten vorher einmal ausprobieren, ob Sie eine Viertelstunde lang ruhig sitzen können. Eine für Sie geeignete Haltung und Sitzhilfe finden Sie rechts unter “05 - Anleitung”.

Bitte melden sich beim ersten Besuch vorher zu einer kurzen Einweisung an (Telefon 02831-9766260). Bequeme, dezente Kleidung ist empfehlenswert; es besteht die Möglichkeit, sich vor bzw. nach dem Zazen umzuziehen. - Für Interessierte, die sich zunächst umfassender informieren möchten, bieten wir auf Wunsch auch die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch.

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Ablauf der Meditationsabende

Wir treffen uns etwa eine Viertelstunde vor Beginn der Meditation, um unsere Sitzplätze vorzubereiten, so dass wir ungestört um 20.00 Uhr anfangen können. Wer sich verspätet und die Zendo-Tür verschlossen vorfindet, muss diesmal leider draußen bleiben.

Der Ablauf gestaltet sich folgendermaßen:

Sarei ______________ kleine Teezeremonie

Einstimmung ________Kurzvortrag und OM-Rezitation

Zazen _____________ zweimal 25 Minuten Sitzmeditation

Kinhin _____________ dazwischen Meditation im Gehen

Rezitation __________ Herz-Sutra im japanischen Sprechgesang

Im Anschluss daran gibt es beim Tee noch Gelegenheit zum Gedankenaustausch. Die Zusammenkunft endet gegen 22 Uhr.

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_Sarei
Zu Beginn jedes Meditationsabends trinken wir in einer kleinen Zeremonie gemeinsam Tee. Dabei teilen wir uns den Inhalt der Tasse in vier Schlückchen für “Reinheit, Ehrfurcht, Harmonie und Stille” ein.

_Zazen
ist das Sitzen in Stille mit geradem Rücken und möglichst überkreuzten Beinen. Sollte es aus körperlichen Gründen nicht möglich sein, diese Sitzhaltung einzunehmen, so bestehen auch andere Möglichkeiten um Zazen zu praktizieren. Weitere Informationen dazu finden Sie rechts unter „05 - Anleitung”. - Für den Anfänger geht es beim Zazen zunächst einmal darum, zu lernen, den Geist auf ein Objekt zu konzentrieren. Dies geschieht durch das Zählen bzw. Beobachten der Atemzüge. - Während einer Sitzrunde darf die Zendo (Übungsraum) weder betreten noch verlassen werden.

_Kinhin
Bei der Gehmeditation soll die Geisteshaltung, die beim Zazen geübt wurde, in die Bewegung integriert und die gewonnene Achtsamkeit beibehalten werden. Wir gehen etwa fünf Minuten in einer Reihe hintereinander und verbinden unseren Atem mit den Schritten. Dabei gehen wir zunächst mit hoher Achtsamkeit langsam, wechseln dann beim ersten Klang der Takus (Schlaghölzer) mit einer Verbeugung (Gassho Tetto) in eine schnellere Gangart und begeben uns beim zweiten Schlag zu unseren Plätzen. Während des Kinhin darf die Zendo verlassen werden. Weitere Informationen finden Sie rechts unter “05 - Anleitung”.

_Rezitation

Wir rezitieren das Herz-Sutra im monotonen japanischen Sprechgesang. Den Text und die deutsche Übersetzung finden Sie rechts unter „Rezitation”.

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Zendo-Regeln

1. Die Zendo ist der Übungsraum, wo wir Zazen praktizieren. Sie ist ein Ort höchster Achtsamkeit; ein Ort des Sitzens und der Selbstfindung in Stille. Für uns wird der Yoga-Raum am Sonntagabend zur Zendo.

2. Beim Eintreten in die Zendo verbeugen wir uns mit vor der Brust aneinander gelegten Handflächen (Gassho tetto) und gehen mit dieser Handhaltung (Gassho) zu unserem Platz. Dort drehen wir uns zur Raummitte, verbeugen und setzen uns hin.

3. Beim Verlassen der Zendo machen wir an unserem Platz, dem Raum zugewandt, Gassho tetto. Dann begeben wir uns mit Shasshu, der Handhaltung wie bei der Gehmeditation - d.h. mit der rechten Hand den linken Daumen umfassen und mit den Fingern der Linken den rechte Handrücken bedecken - bis zur Tür. Dort machen wir Gassho tetto zum Raum hin und geht hinaus.

4. Während einer Zazen-Periode sollte man sich möglichst nicht bewegen oder unnötige Geräusche machen. Die Zendo darf nur während der Gehmeditation (Kinhin) betreten und verlassen werden.

5. Der Meditationsleiter (Jikijitsu) ist für die Aufrechterhaltung des Zen-Geistes und der Harmonie in der Zendo zugunsten aller verantwortlich.

6. In der Zendo sollen alle ichhaften Willensäußerungen aufgegeben und ausgelöscht werden, so dass die Übenden ihre wahre Natur erfahren können. Alle bemühen sich in Harmonie miteinander und nach Kräften, diesen Regeln in Achtsamkeit zu genügen.