ZenWeg

ZENKREIS LINKER NIEDERRHEIN

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WILLKOMMEN IM HIER UND JETZT!

Im Frühjahr 2008 haben wir in Geldern den Zenkreis Linker Niederrhein ins Leben gerufen, um allen Suchenden Gelegenheit zu bieten, fernöstliche Meditationsmethoden kennenzulernen und gemeinsam zu praktizieren. Anfang 2016 haben wir unsere Übungen auch für klassische Meditationsmethoden geöffnet und nennen uns seitdem Lotos Sangha.

Wir sind offen für alle Menschen und Glaubensrichtungen. Bei uns können z.B. Christen zusammen mit Atheisten, Buddhisten oder Yogis üben. Alle haben ihre Interessen, Bedürfnisse und Gründe, weshalb sie meditieren wollen. Wir unterstützen einander und profitieren von den Erfahrungen der unterschiedlichen spirituellen oder geistlichen Herkunft.

Auch wenn wir verschiedene traditionelle Meditationsformen wie Metta, Samatha und Vipassana üben, so bleibt ZEN jedoch immer die Basis unserer Praxis. Aus dem Zen übernehmen wir die Klarheit, Stille und Einfachheit sowie die besondere Sitz- und Gehmeditation (Zazen und Kinhin).

In der Regel meditieren wir  alle zwei Wochen sonntagabends. Wer die fernöstliche Meditation kennenlernen und uns ein Stück auf dem Weg begleiten möchte, kann am nächsten Meditationsabend, am 29. Mai 2016, um 19.30 Uhr, in der Yoga-Oase Geldern teilnehmen. – Bitte melde dich beim ersten Besuch vorher zu einer kurzen Einweisung an: Gregor Behrendt, Telefon 02831-97 66 260. Bequeme Kleidung ist empfehlenswert, es besteht die Möglichkeit, sich vor bzw. nach dem Sitzen umzuziehen. Von den Teilnehmern wird – als Beteiligung an den Mietkosten für den Übungsraum – eine kleine Spende  erbeten. Weitere Informationen rechts unter  > 01 – Lotos Sangha > 02 – Der Weg > 03 – Meditation > 04 – Termine und > 05 – Anleitung.

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DIE KUNST DES EINFACHEN LEBENS

Meditation gründet zwar im Buddhismus, wir vermitteln aber keinen Glauben und kein Dogma, sondern die Kunst des einfachen Lebens. Wer sich mit Meditation beschäftigt, wird bald erkennen, dass sie ihm eine vollkommen neue Perspektive auf sich und die Welt ermöglicht. In der Meditation erleben wir, was es bedeutet, ganz wach für die Einzigartigkeit und Lebendigkeit jedes Augenblicks zu sein.

Durch eine regelmäßige Praxis vertieft sich das Verständnis für unser Leben. Wir werden achtsam und klar – und ruhen schließlich in uns selbst. Diese innere Haltung spiegelt sich mit der Zeit auch in unseren täglichen Handlungen wider. Die Einsicht in das eigene Wesen, mit der im Idealfall die Einsicht ins Wesen aller Dinge verbunden ist, das ist es, was Meditation auch für viele Menschen hier im Westen so attraktiv und wertvoll macht.

Zentrale Übung ist die Meditation im Sitzen, bei der ein entspannter, freier und vollkommen wacher Zustand erreicht werden kann. AnfängerInnen erlernen zunächst einmal das “richtige Sitzen”. In aller Stille, ganz entspannt, aufrecht und wach sitzen wir auf einem Meditationskissen. Wir üben die feinfühlige Balance zwischen Anspannung und Entspannung, in der unser Körper ruhen und unsere Atmung ihren natürlichen Rhythmus annehmen kann.

Dann lernen wir Methoden kennen, um unseren Geist zu schulen. Die Fähigkeiten der Konzentration und Sammlung werden schrittweise geschärft und wir entwickeln unser Potenzial, mit Klarheit und Achtsamkeit zu meditieren. Wer regelmäßig meditert, wird mit der Zeit frei von Vorurteilen und von der Furcht, die Wirklichkeit zu sehen – so wie sie ist.

Indem wir versuchen, den inneren Dialog zu beenden, kommt allmählich auch das zum Vorschein, was sich bisher unbemerkt an der “Rückseite” des Geistes abgespielt hat. Den geistigen Blick für das Unbewusste zu öffnen, ist  zweifellos ein großer Gewinn für uns selbst und für den Dienst an unseren Mitmenschen. Die Form der Übung, die wir praktizieren, erfordert ein gewisses Maß an Disziplin. Sie eignet sich deshalb nur für Menschen, die bereit sind, ernsthaft an sich zu arbeiten.

Meditation ist weder Therapie noch Mental-Training, auch wenn das Ziel oft ähnlich ist. Fraglos ist Meditation eine praktikable Weise, Schwierigkeiten im Leben zu meistern sowie Blockaden abzubauen und darüber hinaus die mentale Kraft zu stärken. Doch nicht Selbstverwirklichung, sondern die Überwindung der Ichbezogenheit ist das Ziel der Meditationspraxis.